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Therapie gemeinsam entdecken

Diese Seite hilft Ihnen, Ihrem Kind Psychotherapie zu erklären – mit Vorlesetexten zum gemeinsamen Lesen und praktischen Tipps für Sie als Eltern.

GemeinsamKindgerechtSchritt für Schritt
Zum Vorlesen

„Stell dir vor, es gibt jemanden, der dir immer zuhört. Jemanden, der nicht schimpft und nicht sagt, was du tun sollst. Jemanden, der dir hilft, wenn Dinge schwierig sind. Das ist eine Therapeutin. Sie ist wie eine Helferin für Gefühle."

Tipp für Eltern

So sprechen Sie das Thema an

Viele Eltern fragen sich, wie sie Psychotherapie kindgerecht erklären können. Hier sind bewährte Tipps:

  • Guten Zeitpunkt wählen: Sprechen Sie das Thema in einem ruhigen Moment an – nicht zwischen Tür und Angel oder unter Zeitdruck.
  • Positiv formulieren: Sagen Sie „Da gibt es jemanden, der dir hilft" statt „Du hast ein Problem". Kinder reagieren sensibel auf Formulierungen.
  • Vergleiche nutzen: „Wie ein Arzt für Gefühle" oder „Wie ein Coach, der dir hilft, stark zu werden" – das macht Therapie greifbar.
  • Ehrlich bleiben: Keine falschen Versprechen, aber Ängste ernst nehmen. Sagen Sie ruhig: „Ich weiß auch nicht genau, wie das wird – aber wir probieren es zusammen aus."
Zum Vorlesen

„Bei der Therapeutin darfst du spielen, malen und basteln. Du darfst erzählen, was dich beschäftigt – aber du musst nicht. Niemand zwingt dich zu etwas. Du bestimmst, worüber ihr redet. Und alles, was du sagst, bleibt geheim."

Typische Ängste – und wie Sie darauf reagieren

Kinder haben oft konkrete Sorgen, wenn sie von Therapie hören. Hier sind die häufigsten Fragen – und Antworten, die Sie Ihrem Kind geben können:

„Bin ich verrückt?"

„Nein, überhaupt nicht. Viele Kinder gehen zur Therapeutin – so wie du zum Zahnarzt gehst, wenn ein Zahn weh tut. Die Therapeutin hilft bei Gefühlen, die schwierig sind."

„Erzählt die alles weiter?"

„Nein, die Therapeutin hat Schweigepflicht. Das heißt, sie darf niemandem erzählen, was du ihr sagst – nicht mal uns Eltern, wenn du das nicht möchtest."

„Muss ich dahin?"

„Du darfst erstmal nur gucken. Beim ersten Treffen schaust du dir alles an und entscheidest dann, ob du wiederkommen möchtest. Niemand zwingt dich."

„Ist das wie beim Arzt?"

„Nein, es gibt keine Spritzen und keine Untersuchung. Ihr spielt, redet und macht Sachen zusammen. Es ist eher wie ein besonderer Treffpunkt für dich."

Zum Vorlesen

„Manchmal ist man traurig, wütend oder hat Angst. Das ist ganz normal – jeder Mensch hat solche Gefühle. Die Therapeutin hilft dir, mit diesen Gefühlen umzugehen – damit du dich wieder stärker fühlst."

Für ältere Kinder & Jugendliche

Für Jugendliche und junge Erwachsene gibt es eigene Seiten – dort finden Sie Informationen, die besser zur jeweiligen Altersgruppe passen.

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