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Häufige Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Psychotherapie – zugeschnitten auf Ihre Perspektive.

Ablauf & Erstgespräch

Wann ist eine Psychotherapie für mein Kind sinnvoll?

Wenn Sie bemerken, dass Ihr Kind über einen längeren Zeitraum belastet ist, sich zurückzieht, Schwierigkeiten in der Schule hat oder sich sein Verhalten deutlich verändert, kann Therapie helfen. Grundsätzlich gilt: Lieber einmal zu früh nachfragen als zu spät. Im Erstgespräch klären wir gemeinsam, ob und welche Unterstützung sinnvoll ist.

Wie läuft ein Erstgespräch ab?

Das Erstgespräch findet je nach Alter gemeinsam mit den Eltern oder alleine statt. Wir lernen uns kennen, Sie schildern die aktuelle Situation und ich beantworte alle Fragen zur Therapie. Dieses Gespräch ist unverbindlich.

Was soll ich zum Erstgespräch mitbringen?

Zum Erstgespräch sind keine besonderen Unterlagen nötig. Wenn vorhanden, können Sie gerne Berichte von Ärzten, der Schule oder Pädagogen, eine aktuelle Medikationsliste sowie das gelbe U-Heft mitbringen.

Was kann ich bereits vor dem Erstgespräch tun?

Grundsätzlich müssen die folgenden Punkte nicht zwingend vor dem Erstgespräch erledigt werden, jedoch hilft es aus meiner Erfahrung für einen geordneten und kurzfristigen Therapiestart.

  1. EmpfohlenKontaktaufnahme mit der Krankenkasse zu Kostenübernahme und Anforderungen mittels nachstehendem E-Mail-Musterschreiben.
  2. EmpfohlenSammeln Sie, sofern vorhanden, bereits vorhandene Befunde, Schulzeugnisse, eine aktuelle Medikationsliste sowie das gelbe U-Heft und bringen Sie diese zum Erstgespräch mit.
  3. OptionalKonsiliarbericht vom Kinder- oder Hausarzt einholen.

Musterschreiben für Ihre Versicherung

Mein Kind will nicht zur Therapie – was tun?

Ablehnung ist häufig und verständlich – gerade Jugendliche fühlen sich oft fremdbestimmt. Üben Sie keinen Druck aus, sondern erklären Sie, dass Therapie kein Verhör ist und niemand Ihr Kind zwingt, etwas zu erzählen. Im unverbindlichen Erstgespräch kann Ihr Kind erstmal nur „gucken" und entscheidet danach selbst, ob es weitergehen möchte. Manchmal hilft auch ein Gespräch mit der Schule oder dem Hausarzt als Vermittler.

Können Sie eine Diagnose stellen?

Ja, im Rahmen der probatorischen Sitzungen erhebe ich eine fundierte psychotherapeutische Diagnose – sie bildet die Grundlage für die weitere Therapieplanung. Bei Hinweisen auf körperliche Ursachen oder Bedarf an einer medikamentösen Abklärung verweise ich an einen Kinder- und Jugendpsychiater oder den Hausarzt.

Brauche ich eine Überweisung?

Nein, Sie brauchen keine Überweisung. Sie können sich direkt an mich wenden – telefonisch oder über das Kontaktformular.

Schweigepflicht & Elternarbeit

Werden wir als Eltern in die Therapie einbezogen?

Ja, die Elternarbeit ist ein fester Bestandteil der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Je jünger das Kind, desto stärker ist die Einbindung. Elterngespräche finden regelmäßig statt, um den Therapiefortschritt zu besprechen und Sie in der Unterstützung Ihres Kindes zu stärken.

Was erfahren Eltern über die Therapie?

Regelmäßige Elterngespräche sind bei minderjährigen Patient:innen ein fester Bestandteil der Behandlung. Dabei besprechen wir den Therapieverlauf und wie Sie Ihr Kind unterstützen können. Konkrete Gesprächsinhalte aus Einzelgesprächen unterliegen der Schweigepflicht, sofern keine ausdrückliche Freigabe vorliegt.

Erfährt die Schule von der Therapie?

Nein, ohne Ihr ausdrückliches Einverständnis wird niemand über die Therapie informiert – auch nicht die Schule. Die Schweigepflicht gilt umfassend. Falls eine Zusammenarbeit mit der Schule sinnvoll ist, besprechen wir das vorab gemeinsam.

Ist die Therapie vertraulich?

Ja, alles was in der Therapie besprochen wird, unterliegt der Schweigepflicht. Ab 15 Jahren haben Jugendliche ein eigenständiges Recht auf Verschwiegenheit gegenüber den Eltern. Bei jüngeren Kindern besprechen wir gemeinsam, welche Informationen mit den Eltern geteilt werden.

Dauer & Therapieform

Was ist Verhaltenstherapie?

Verhaltenstherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes Richtlinienverfahren. Es setzt an konkreten Denk- und Verhaltensmustern an und erarbeitet gemeinsam neue, hilfreiche Strategien. Bei Kindern wird viel mit spielerischen Elementen gearbeitet, bei Jugendlichen stehen Gespräche und praktische Übungen im Vordergrund.

Werden Medikamente verschrieben?

Nein, als psychologische Psychotherapeutin darf ich keine Medikamente verschreiben. Falls eine medikamentöse Behandlung sinnvoll erscheint, arbeite ich eng mit dem behandelnden Kinderarzt oder einem Kinder- und Jugendpsychiater zusammen und unterstütze Sie bei der Vermittlung.

Wie oft finden die Sitzungen statt?

In der Regel finden die Sitzungen einmal wöchentlich statt. Je nach Bedarf und Therapiephase kann die Frequenz angepasst werden. Eine Sitzung dauert meistens 50 Minuten.

Wie lange dauert eine Therapie?

Das ist individuell unterschiedlich. Eine Kurzzeittherapie umfasst in der Regel 12–24 Sitzungen, eine Langzeittherapie 60–80 Sitzungen. In den meisten Fällen dauert die Therapie zwischen 6 Monaten und 2 Jahren mit wöchentlichen Sitzungen à 50 Minuten.

Bieten Sie auch Online-Therapie an?

Ja, in bestimmten Fällen biete ich auch Videosprechstunden an. Sprechen Sie mich gerne darauf an.

Kosten & Abrechnung

Was kostet die Therapie?

Ich behandle Privatpatienten, Beihilfeberechtigte und Selbstzahler. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOP/GOÄ). Eine Abrechnung über die gesetzliche Krankenversicherung ist nur in Ausnahmefällen möglich. Die meisten privaten Krankenkassen übernehmen die Kosten vollständig.

Kann ich die Kosten erstattet bekommen, obwohl ich gesetzlich versichert bin?

Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Im sogenannten Kostenerstattungsverfahren können gesetzlich Versicherte eine Erstattung beantragen, wenn sie nachweislich keinen Therapieplatz bei einem Kassensitz-Therapeuten finden konnten. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie unter Kostenerstattungsverfahren.

Krisen & Notfälle

Was passiert in einer akuten Krise oder bei Selbstgefährdung?

In akuten Krisen oder bei Hinweisen auf Selbstgefährdung ist sofortige Hilfe wichtig – eine reguläre Therapie kann diesen Bedarf nicht abdecken. Wenden Sie sich umgehend an die Notrufzentrale 112, den Krisendienst Bayern (0800 655 3000, 24/7) oder die nächste psychiatrische Klinik mit Kinder- und Jugendabteilung. Eine Übersicht aller Anlaufstellen finden Sie unter Notfallkontakte.

Sonstiges

Bieten Sie Therapie auch auf Englisch an?

Ja, Therapiesitzungen sind auf Deutsch und Englisch möglich. Das Angebot richtet sich insbesondere an internationale Familien und Studierende in Würzburg.

Haben Sie aktuell freie Plätze?

Ja, aktuell werden neue Patienten aufgenommen. Kontaktieren Sie mich gerne per Telefon oder über das Kontaktformular.

Ihre Frage war nicht dabei?

Kontaktieren Sie mich gerne – ich beantworte Ihre Fragen persönlich.